Der politisch-philosphische Blog

Nach 50 Jahren bekommen die Kubaner endlich die Reisefreiheit, die Ihnen zusteht und bisher auf verbrecherische Weise vorenthalten wurde. Das gilt zumindest für die meisten. Es gibt bestimmte Gruppen, die dürfen nicht ausreisen, weil man in Kuba Angst hat, sie dann nicht mehr so einfach ausbeuten zu können. Dabei handelt es sich überwiegend um Ärzte und andere hochqualifizierte Berufsgruppen.

Anscheinend fängt die derzeitige kubanische Führung unter Raúl Castro langsam an über die Verbrechen nachzudenken, die sie der Bevölkerung antut. Nachdem man 50 Jahre die Menschen eingesperrt hat, ist man nun dazu übergegangen, die Ausreise-Visa abzuschaffen. Nun benötigen die Bürger nur noch einen Reisepass, um aus dem Land auszureisen. Die maximale Verweildauer im Ausland wird von 11 Monate auf 24 Monate erhöht. Die Regelung soll am 13. Januar in Kraft treten.

Es ist erstaunlich zu sehen, dass offensichtlich gerade sozialistische Diktaturen das Problem haben, dass ihnen die Menschen davonlaufen. Andere Diktaturen scheinen dieses Problem in geringerem Maße zu haben. Genau wie die ehemalige DDR versuchte auch Kuba bisher, die Menschen mit Gewalt im Land zu halten. Viele haben sich dennoch ihr Recht gewährt, das Land zu verlassen und haben völlig zu Recht die Verbote ignoriert. Gerade weil man dieses Verbrechen, die Menschen zum Bleiben zu zwingen, bei den hochqualifizierten Berufsgruppen weiterführen will, hoffe ich, dass gerade von diesen recht viele diese Restriktionen missachten.

Wenn man die Menschen daran hindern will, ein Land zu verlassen, dann muss man ihnen eine vernünftige Zukunft und faire Bedingungen bieten. Wer die Menschen versucht, einzusperren, wie es in der ehemaligen DDR geschah und zur Zeit noch in Kuba geschieht, begeht ein schändliches Verbrechen an diesen Menschen. Solche Verbrecher haben kein Recht, irgendein Volk zu regieren und verdienen, so schnell wie es nur machbar ist aus dem Land gejagt zu werden. Die Kubaner haben allerdings vielleicht sogar Glück. Wenn man sich das Alter der Castros anschaut, besteht durchaus Hoffnung, dass sich das Problem dieser Diktatur bald auf natürliche Weise von selbst erledigen wird.

Danach müssen die Kubaner dann nur noch auf demokratische Weise einen neuen Präsidenten und ein Parlament zu wählen. Etwas besseres als die Castros finden sie allemal, da nichts schlechter ist als ein Diktator.

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Kommentare zu: "Kubas Bürger bekommen nach 50 Jahren die Reisefreiheit, die Ihnen zusteht" (3)

  1. Ich bin in der Materie nun nicht ganz so firm, aber scheint es uns nicht nur so als würden gerade Bürger sozialistischer Diktaturen stärker das Weite suchen? Aus vielen anderen Diktaturen kann man ja nun leichter verschwinden. Kann es also nicht sein, dass erst der sozialistische Drang des Einsperrens war und vor dem Hintergrund des EInsperrens Fluchtversuche natürlich eine viel offensichtlichere Tragik bekommen? Wie gesagt, nur unstudierte Theorie…aber ich glaube bei den Nazis konnte man doch auswandern wie man wollte…oder?

    • Richtig. Soweit ich weiß, konnte man bei den das Land verlassen. Wieso bisher ausgerechnet die Sozialisten so viel Spaß daran haben, ihre Bürger einzusperren, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel.
      Meiner Meinung nach haben die Bürger in anderen Diktaturen nicht weniger Drang, das Land zu verlassen und viele tun das auch, ohne dass der Diktator das irgendwie als bedrohlich ansieht. Nur die Sozialisten meinen wielleicht, dass sie die Leute zwangsbeglücken müssen und diese deshalb die fast schon heilige Pflicht haben, sich auch beglücken zu lassen.

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