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Fremdenfeindlichkeit bei PEGIDAFD

Seit langer Zeit verfolge ich nun die Aktivitäten von Pegida und AfD. Dabei ist mir – wie vielen anderen vermutlich auch – aufgefallen, wie sich beide Organisationen Stück für Stück ideologisch immer weiter einander angenähert haben.

Erinnern wir uns zunächst einmal an die Anfänge von Pegida. Auf einmal wurden Demonstrationen veranstaltet von einer Organisation mit dem Namen „Pegida“. Pegida ist eine Abkürzung und heißt nach Aussage der Organisatoren und Gründer „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Als ich den Namen das erste Mal hörte, dachte ich noch an einen schlechten Scherz. Abgesehen von der merkwürdigen Bezeichnung „Patriotische Europäer“ (was genau soll das sein?) irritierte mich, dass diese Leute offensichtlich gegen etwas demonstrieren, was aktuell gar nicht stattfand und bis jetzt auch immer noch nicht stattfindet. Doch sehr schnell fand ich heraus, dass dieser Name einfach nur Tarnung ist. Es geht diesen Leuten nicht um die nicht stattfindende Islamisierung, sondern um Fremdenfeindlichkeit. Die haben keine Angst vor dem Islam, sondern sie sind einfach gegen jegliche Form der Zuwanderung. Um wirklich ernsthafte Bedenken gegenüber dem Islam haben zu können, fehlt fast allen Pegidioten das nötige Wissen. Wie will man denn ernsthaft Bedenken über etwas äußern, von dem man überhaupt keine Ahnung hat? Wer soll das denn ernst nehmen? Insofern ist die angebliche Sorge vor der Islamisierung nichts weiter als ein erbärmlicher Versuch, den eigenen Rassismus und die Fremdenfeindlichkeit zu bemänteln. Diverse Äußerungen des bekanntesten Mitglieds Lutz Bachmann zeigen zudem sehr deutlich, woher der Wind weht. So bezeichnete er unter anderem auf Facebook Flüchtlinge als Viehzeug, Dreckspack und Gelumpe. Dafür wurde er inzwischen wegen Volksverhetzung verurteilt, wobei er mit einer viel zu milden Geldstrafe davonkam.

Kurz nach dem Erscheinen von Pegida trat eine neue Partei in den Blickpunkt der Öffentlichkeit, die AfD, was Alternative für Deutschland heißt. Zunächst handelte es sich bei der AfD um eine Partei, die gegen den Euro war und sich darüberhinaus einem tendenziell wirtschaftsliberalen Kurs widmete. Doch schon bald zeigte sich, dass sich mehr und mehr Menschen mit fremdenfeindlichem und rassistischem Gedankengut von der neuen Partei angezogen fühlten und sie letztendlich auch übernahmen. Seitdem hörte man von der Partei immer wieder Aussagen, die ganz deutlich zeigen, wes Geistes Kind die Mitglieder sind. So sagte die Bundessprecherin der Partei, Frauke Petry, dass man den Grenzübertritt von Flüchtlingen notfalls mit der Schusswaffe verhindern müsse.
Ein anderes prominentes Parteimitglied, Beatrix von Storch, sah sich genötigt, auch ihren Senf dazu zu geben und gab uns eine Vorstellung davon, was die Menschen von der AfD erwarten können. Auf die Frage, ob denn auch auf Frauen und Kinder geschossen werden soll, antwortete sie in Facebook mit „Ja“. Kurz darauf konkretisierte sie, dass es natürlich nicht legitim sei, auf Kinder zu schießen, aber Frauen wüssten, was sie tun. Alles klar soweit.

Inzwischen hat sich auch die AfD auf den Islam als Mäntelchen für ihre Fremdenfeindlichkeit verlegt und erklärt unter anderem in ihrem Parteiprogramm, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört. Außerdem spricht man sich gegen Moscheen mit Minaretten und den Muezzin aus. Diese angebliche Konzentration auf den Islam und die überwiegend unqualifizierte Kritik an selbigem verhindert jedoch nicht, dass immer wieder prominente Mitglieder der Partei rassistische Äußerungen von sich geben, die ganz und gar nichts mit dem Islam zu tun haben.

So faselte Björn Höcke öffentlich vom „lebensbejahenden afrikanischen Ausbreitungstyp“, gegen den wir Europäer uns abschotten müssten. Die erwähnten Afrikaner sind übrigens keineswegs allesamt Muslime, sondern zum großen Teil Christen.

Der AfD-Vize Alexander Gauland hingegen sagt, dass Jerome Boateng zwar ein guter Fußballer sei, aber niemand wolle jemand wie ihn (Boateng ist dunkelhäutig) als Nachbarn haben. Wenn man weiß, das Boateng zwar eine dunkle Hautfarbe hat, aber ein Deutscher ist und dazu auch Christ, sieht man, dass es nicht um den Islam geht, sondern um dumpfen Rassismus.

Somit ist klar erkennbar, dass es der AfD wie auch der Pegida nicht nur um den Islam geht, auch wenn die AfD im Parteiprogramm ausdrücklich geschrieben hat, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Es geht beiden Organisationen bei genauerer Betrachtung ganz klar um Fremdenfeindlichkeit. Die Islamkritik dient nur zur Bemäntelung.

Es wird bestimmt auch nicht mehr lange dauern, bis AfD und Pegida eine ganz offizielle Zusammenarbeit beschließen.

Fazit:

Wem Menschlichkeit und christliche Nächstenliebe etwas wert sind und wer ein Herz für seine Mitmenschen hat, der sollte keinesfalls auf die menschenverachtenden Parolen dieser beiden Organisationen hereinfallen, sondern ihnen mutig entgegentreten, damit Deutschland auch weiterhin ein liebenswertes, weltoffenes Land bleibt, in dem Menschen in Not auch Hilfe und Unterstützung finden.

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Einige Gedanken zur Erbschaftsteuer

Wie jeder weiß, gibt es in Deutschland und einigen anderen Staaten die Erbschaftssteuer. Wenn jemand stirbt und ein gewisses Vermögen hinterlässt, müssen die Erben für das, was sie bekommen Steuern zahlen. Dafür gibt es meist unterschiedliche Freibeträge und Steuersätze. In Deutschland bemisst sich die Höhe der Freibeträge und der Steuersatz nach dem Verwandtschaftsgrad.

Zur Zeit findet in Deutschland gerade eine Diskussion statt, ob die Erbschaftssteuer bzw. ihre derzeitige Ausgestaltung Verfassungswidrig ist. Mir persönlich ist weniger wichtig, ob diese Steuer Verfassungswidrig ist. Ich stelle mir die Frage, ob die Erbschaftssteuer ethisch korrekt ist. Die Antwort darauf lautet „Nein“ und ich werde hier darlegen, warum.

Zunächst einmal betrachte ich es als unethisch, wenn sich der Staat am Tod eines Bürgers bereichert. Die Hinterbliebenen haben es sowieso schon nicht leicht und müssen nach dem Tod eines Familienmitgliedes oder Freundes ohnehin schon viele schmerzliche Pflichten erledigen. Dann werden sie auch noch in ihrer Trauer von einer Behörde gestört, die nichts anderes im Sinn hat, als sich über die Erbschaftssteuer erst einmal einen möglichst großen Anteil am Vermögen des Verstorbenen zu sichern. Wenn der Verstorbene wollte, dass der Staat auch etwas von dem Vermögen bekommt, hätte er den Staat in seinem Testament bedacht. Tut er das nicht, sollte man den letzten Willen des Verstorbenen auch respektieren.

Zweitens habe ich da immer das Argument der Neider im Ohr, dass es sich ja da für die Erben um anstrengungsloses Einkommen handele. Ist es das wirklich? Haben die Erben tatsächlich nichts dafür getan? Meist sind die Erben der Ehepartner und die Kinder. Nun ist es ja so, dass große Vermögen nicht von einem alleine erarbeitet werden. Da ist ein Ehepartner – meist die Ehefrau – der dem Erblasser den Rücken frei gehalten hat und meist mehr geleistet hat, als „nur“ den Haushalt zu erledigen. Da sind die Kinder, die gerade in Familienbetrieben tatkräftig mitgeholfen haben, damit der Laden läuft und wachsen kann. Diese alle sollen nun um ihren fairen Anteil am bereits versteuerten Wohlstand betrogen werden, nur weil einige Neider meinen, es wäre anstrengungsloser Wohlstand?

Der dritte Punkt ist aber fast noch wichtiger. Hier geht es um die technische Machbarkeit. Gerade die sehr großen Vermögen, die ja am meisten Steuern abwerfen sollen, bestehen meist nur zum kleinen Teil aus Geld. Der größte Teil ist investiert in Unternehmen, Immobilien, Wertpapieren und anderen Vermögensgegenständen, die alle erst einmal bewertet werden müssen, was an sich schon eine sehr schwierige und komplizierte Angelegenheit ist. Vieles davon ist in der heutigen Zeit in anderen Ländern auf dem ganzen Globus verteilt. Selbst wenn der Steuerpflichtige ehrlich ist und sich nach bestem Wissen und Gewissen bemüht, alles anzugeben, bleibt immer noch die Frage, wer das alles korrekt erfassen und bewerten soll. Das ist eine fast unlösbare Aufgabe.

Aus all diesen und noch mehr Gründen ist es eigentlich das beste, wenn solch ein Unsinn wie die Vermögenssteuer so schnell wie möglich abgeschafft wird und die Staaten versuchen, Geld auf ethisch korrekte Weise einzunehmen.

Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an die EU

Das Nobelpreiskomitee in Oslo hat ein politisches Zeichen gesetzt und der EU den Friedensnobelpreis verliehen. Irgendwie passt das ja ganz gut, da der Friedensnobelpreis auch mit Geld verbunden ist und die EU gerade jeden Cent gebrauchen kann. Allerdings ist es auch nicht so viel, dass man damit große Sprünge machen könnte.

Doch wir wollen mal etwas seriös bleiben. Die EU hat in der Tat in den vergangenen Jahrzehnten sehr viel zum Frieden auf dem Kontinent beigetragen. Die Mitgliedsländer der EU mussten miteinander arbeiten und haben damit die Basis für ein friedliches und konstruktives Miteinander geschaffen. Es hat in der Geschichte Europas noch selten so viel Einigkeit gegeben. Ich vermute, das hatte nicht nur damit zu tun dass man beim Ausarbeiten all der Vorschriften über Gurkengrößen und Bananenkrümmungen keine Zeit gefunden hätte, Krieg zu spielen. Immerhin war auch der Falkland-Krieg außerhalb Europas und der Kosovo-Einsatz in Europa  möglich.

Tatsache ist aber, dass man innerhalb der EU durch die Integrationsarbeit, die da geleistet wurde, sehr viel zum Frieden beigetragen hat. Das hat auch etwas zu tun mit dem europäischen Binnenmarkt und dem System, dass die wirtschaftlich Stärkeren hier den wirtschaftlich Schwächeren helfen. Dadurch wurde extreme Armut und Hunger in der EU vermieden. Bisweilen profitierten davon auch Staaten außerhalb der EU, indem sie mit der EU zusammenarbeiteten.

Bei all diesen positiven Effekten konnten auch gelegentliche Unstimmigkeiten das gute Bild nicht trüben. Es wurde teilweise in der EU mit harten Bandagen gekämpft, aber das nur im übertragenen Sinne am Verhandlungstisch. Blut floss höchstens, wenn sich irgendein Beamter aus Verzweiflung die Stirn auf der Tischplatte aufgeschlagen hat. Mancher könnte aber auch vermuten, dass der Kopf beim Büroschlaf auf die Tischplatte fiel.

Doch trotz aller Kritik, die man sicher an der EU üben kann, denke ich, dass das Nobelpreiskomitee eine gute Entscheidung getroffen hat. Wenn die derzeitige Krise gemeinschaftlich überwunden wird, denke ich, die EU wird sogar noch stärker zusammenwachsen und noch mehr Beiträge für den Frieden nicht nur in Europa leisten.

Bundeskabinett hat Gestzentwurf zur Beschneidung genehmigt

Das Bundeskabinett hat sich dem Druck der Juden und Muslime gebeugt und den Gesetzentwurf zur straflosen Beschneidung von Kindern und Säuglingen genehmigt.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass bei der Beschneidung die Regeln der ärztlichen Kunst eingehalten werden müssen und für eine ausreichende Schmerzlinderung bzw. Schmerzbehandlung gesorgt werden muss. In den ersten 6 Monaten sollen das auch speziell ausgebildete Beschneider machen dürfen, die keine Ärzte sind.

spätestens der letzte Satz erzeugt bei mir gewaltige Bauchschmerzen. Meiner Ansicht nach sollte man sowieso mit diesem Eingriff warten, bis die Jungs alt genug sind, selber darüber zu entscheiden. Das sollte in etwa mit dem Alter der Religionsmündigkeit, also mit 14 Jahren der Fall sein. Wenn man sich aber entscheidet, eine Beschneidung vornehmen zu lassen, dann gehört dieser Eingriff meiner Meinung nach zwingend in die Hand eines richtigen Arztes und sollte ausnahmslos in einem sterilen Umfeld vorgenommen werden.

Ich denke, dass die Politiker da etwas produziert haben, das entweder auf mangelnder Intelligenz oder auf mangelndem Rückgrat basiert. Es handelt sich bei der Säuglingsbeschneidung um eine Körperverletzung an wehrlosen Säuglingen. Es ging bei der Frage der Legalität der Beschneidung darum, einen Kompromiss zu finden zwischen dem Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit und dem Recht der Eltern auf ungehinderte Religionsausübung. Mit anderen Worten es ging um den Gegensatz von Kindeswohl und Religionsfreiheit.

Offensichtlich hat sich das Kabinett dabei nicht wirklich um einen Kompromiss bemüht, sondern das Kindeswohl gegenüber der Religionsfreiheit komplett vernachlässigt. Ein wirklicher Kompromiss hätte mindestens vorgesehen, dass die Beschneidung ausnahmslos von Ärzten in einem sterilen Umfeld, also Operationssaal oder Arztpraxis, durchgeführt werden darf. Soviel sollte man in einem zivilisierten und fortschrittlichen Land schon erwarten dürfen.

Offensichtlich hat bei diesem Gesetzentwurf den Verantwortlichen die Angst im Nacken gesessen, dass wieder jemand sich erblödet – wie bereits vorher geschehen – die Nazikeule auszupacken und irgendwelche Hlocaust-Vergleiche anzustellen. Auch wenn man das Ganze zwingend in die Hand eines Arztes legt, ist immer noch die ungehinderte Religionsausübung ermöglicht. Man hätte damit aber wenigstens zum kleinen Teil auch das Kindeswohl berücksichtigt.

Das merkwürdige Verhalten deutscher Behörden

Dass in Deutschland die Behörden und sogenannte „Körperschaften des öffentlichen Rechts“ oftmals ein seltsames Rechtsverständnis haben, ist sicher vielen Menschen schon aufgefallen. Dieses beschränkt sich nicht nur auf die GEZ und die Käufer illegal beschaffter Daten. Wenn man genau hinschaut, stellt man fest, dass rechtlich fragwürdiges Verhalten bei vielen Behörden Teil des täglichen Betriebsablaufes ist. Bei manchen Behörden kann es sogar passieren, dass man zu hören bekommt: „Ehrlichkeit ist hier nicht gefragt.“

Seit einiger Zeit wissen wir ja, dass einige Finanzbehörden in Deutschland CDs mit Daten kaufen, die der Verkäufer illegal erlangt hat. Dass die Straftat, mit der die Daten beschafft wurden, nicht in Deutschland stattfand, macht die Geschichte nicht weniger anrüchig. Fakt ist, dass die Finanzbehörden gewissermaßen gemeinsame Sache mit Straftätern machen und diese durch die Zahlung hoher Summen zu weiteren Straftaten ermutigen.

Vor einigen Tagen gab es dann die Meldung, dass der Straftäter das Geld, das er durch seine Straftat erhalten hatte, auf Konten in Österreich, Tschechien und Deutschland transferiert hat, um es zu verschleiern. So etwas nennt man allgemein Geldwäsche. Während Österreich und Tschechien auf Antrag der Schweiz die Konten eingefroren haben, hat Deutschland bisher auf den entsprechenden Antrag der Schweiz nicht reagiert. Auch diesmal zieht man es vor, dem Straftäter zu helfen und seine Geldwäsche zu unterstützen.

Doch neben diesen Fällen gibt es noch andere Fälle von anderen Behörden. Nicht alle diese Fälle werden der Öffentlichkeit so bekannt. Nicht jeder Fall ist auch so spektakulär, aber alle zeigen Verhaltensweisen von Behörden, die rechtlich und/oder ethisch betrachtet äußerst fragwürdig sind.

Da gibt es z. B. den Fall eines jungen Mannes, dessen Eltern vermutlich tot sind, und der im Alter von 14 Jahren aus Sierra Leone nach Deutschland kam. Er ist inzwischen bestens integriert, hat Bestnoten in der Schule und macht gerade eine Ausbildung. Nun soll er in seine Heimat abgeschoben werden, wo ihm vermutlich nicht nur Armut und Obdachlosigkeit drohen, sondern eventuell auch der Tod. Auf der anderen Seite will Deutschland aber mit teuren Werbekampagnen Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland holen. Seine Geschichte kann man hier lesen.

Auch von der GEZ hört man immer wieder Geschichten über Hausfriedensbruch von deren Gebühreneintreibern oder auch Geschichten wie diese, wo die GEZ sogar Gebühren von einer Stoffpuppe eintreiben will.

Interessant wird es auch, wenn man sich mit den Jugendämtern beschäftigt, die ja angeblich über das Wohl der Kinder und Jugendlichen wachen sollen. Es ist nur schade, dass das so selten geschieht, wie man ja immer wieder feststellt, wenn man wieder Meldungen über misshandelte oder gar getötete Kinder liest.

Dass die Jugendämter dafür keine Zeit finden, liegt wohl unter anderem daran, dass sie oftmals mit anderen – weniger ehrenvollen – Tätigkeiten beschäftigt sind. Es gab z. B. einen Fall in den 80ern und 90ern, wo das Jugendamt Frankfurt/M alles andere im Sinn hatte, aber nicht das Wohl eines Schülers. Das Jugendamt versuchte mit ganz billigen und üblen Tricks den Jungen zu betrügen, aber der durchschaute das Ganze. Als friedfertiger Mensch versuchte er zunächst, das Ganze im persönlichen Gespräch zu klären und appellierte an die – leider nicht vorhandene – Ehrlichkeit der Leute. Die Antwort der Sachbearbeiterin: „Ehrlichkeit ist hier nicht gefragt.“ Diese Geschichte und noch einige andere Können Sie hier lesen.

Dann gibt es auch noch die Geschichte der Krankenversicherung, die einem Luftsicherheitsassistenten eine Vollstreckungsankündigung wegen angeblich rückständiger Beiträge schickte, nachdem dieser eine Afrikanerin geheiratet hatte. Auf seinen energischen Einspruch reagierte die Krankenversicherung mit der sofortigen Kontopfändung. Dazu zur Erinnerung: In Deutschland ist der Arbeitgeber für die Abführung der Sozialversicherungsbeiträge zuständig. Insofern konnte der gute Mann gar keine Beitragsrückstände haben.

Solche Geschichten, die in Deutschland fast täglich geschehen, sollten uns daran erinnern, dass weder Behörden noch die sogenannten „Körperschaften des öffentlichen Rechts“ (So nennt man u. a. die GEZ und die gesetzlichen Krankenkassen) in irgendeiner Weise vertrauenswürdiger sind als andere Menschen oder Organisationen. Wer nicht betrogen werden will, sonnte auf keinen Fall darauf vertrauen, dass die schon alles richtig machen. Man sollte es sich zur guten und sicheren Angewohnheit machen, jeden Brief und jeden Bescheid von denen ganz genau zu prüfen. Nur so kommt man deren Betrügereien rechtzeitig auf die Schliche und kann wirksam dagegen vorgehen.

Gedanken zum 3. Oktober

Heute ist der 22. Jahrestag der Deutschen Wiedervereinigung. Heute vor 22 Jahren wurde endlich wieder zusammengefügt, was zusammen gehört. Nach mehr als 40 Jahren Trennung waren die beiden Teile Deutschlands endlich wieder vereint. Im Jahr davor war die Mauer gefallen. Die Mauer an der unzählige unschuldige Menschen auf Befehl von eiskalten, machtgierigen Verbrechern durch bezahlte Berufskiller ermordet wurden.

Mit der Öfnnung der Grenze und der Wiedervereinigung bekamen endlich auch die Menschen im Ostteil Deutschlands ihre Freiheit. Für unzählige Opfer der blutgierigen Mordkommandos and der innerdeutschen Grenze kam diese Entwicklung leider zu spät. Doch nicht nur an der Grenze gab es Opfer. Auch andere Verbrecherorganisationen wie z. B. die Stasi lebten in über 40 Jahre ihre Lust an Mord und Unterdrückung ungehindert aus. Auch deren Untaten wurde mit dem Ende der DDR ein Ende gesetzt. Letztlich hat der Freiheitswille des Volkes über die Barbarei und Unterdrückung der sozialistischen Parteidiktatur gesiegt.

Die Befreiung Ostdeutschlands war das Verdienst mutiger und aufrechter Menschen, die auf die Straße gingen und sich nicht mehr den Berufsverbrechern and Spitze der Diktatur beugten. Diese Befreiung war auch das Verdienst tausender Menschen, die sich nicht mehr einsperren ließen und in der „Abstimmung mit den Füßen“ das Land verließen, das ihnen bis dahin nicht nur die Freiheit verweigerte. Eine Regierung, die sich über Jahrzehnte nur mit Lüge, Mord und Unterdrückung an der Macht gehalten hatte, wurde von diesen Menschen endgültig beseitigt.

Aber diese Menschen hatten auch Hilfe. Diese Hilfe kam von Politikern aus Deutschland, den USA und sogar aus der Sowietunion in Gestalt von Michael Gorbatschow. Nicht vergessen sollte man auch die Hilfe durch Länder wie Ungarn, das als eines der ersten Ländern Bürgern der DDR die Ausreise in den Westen ermöglichte.

Später schien es, als ob manche Menschen sehr schnell die Unterdrückung und Versklavung durch die SED-Schergen vergessen hatten, wenn sie plötzlich feststellten, dass zur Freiheit auch eigene Verantwortung gehört. Da wurde dann geklagt, dass der Westen alles kaputt gemacht hätte, obwohl die Misswirtschaft der DDR-Regierung alles soweit hatte verkommen lassen, dass fast nichts mehr existierte, das noch irgendwer hätte zerstören können. Das Einzige, was noch verkommener war als die Infrastruktur der ehemaligen DDR, waren die Charaktere ihrer sogenannten Regierung.

Seither hat sich viel getan in beiden Teilen Deutschlands und Ost und West sind dabei, wieder zu einer Einheit zusammenzuwachsen. Es gibt immer noch Unterschiede in der Bezahlung und bei den Beitragsbemessungsgrenzen, doch diese Unterschiede werden immer geringer und ich denke mal, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird, bis wir auch im Osten Deutschlands nicht nur in Sachen Infrastruktur, sondern auch wirtschaftlich die blühenden Landschaften sehen werden, die der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl bei der Wiedervereinigung versprochen hat.

Dazu gehört allerdings, dass sich Deutschland seiner Geschichte immer bewusst ist und in der Erinnerung an die schlimmen Zeiten, die im letzten Jahrhundert überwunden wurden, und an die zwei Diktaturen, die Deutschland erlitten hat, immer die Freiheit verteidigt. Dazu gehört auch die Meinungs und Redefreiheit, die in letzter Zeit immer heftiger attackiert wird mit Plänen wie ACTA und dem CleanIT Project der EU Kommision. Gerade in Ostdeutschland sollte man solche üblen Auswüchse mit der Stasi noch gut in Erinnerung haben und auch im Westen der Bundesrepublik sollten solche Vorhaben die Alarmglocken läuten lassen. Auch wenn gewisse Gruppierungen versuchen, mit Gewalt Einschränkungen der Freiheit zu erzwingen, sollte man sich keinesfalls beugen, sondern den Gegnern der Meinungsfreiheit entschlossen entgegentreten.

In diesem Sinne hoffe ich, dass nach der erfolgreichen Wiedervereinigung alle Menschen in Deutschland wachsam bleiben und sorgfältig darauf achten, dass nicht unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung oder anderer Tarnung wieder ein Überwachungssystem aufgebaut wird und damit die Freiheit und die Demokratie wieder einmal abgeschafft wird. Deutschland hatte im 20. Jahrhundert zwei Diktaturen. Hoffen wir, dass es im 21, Jahrhundert und darüber hinaus von solch üblen Zeiten verschont bleibt.

Neuer Gedichtband von Günter Grass – wieder mit Zündstoff

Günter Grass hat wieder einen neuen Gedichtband veröffentlicht und wieder ist politischer Zündstoff darin enthalten. Ein Artikel im Focus sagt, dass hier wieder einmal Israel provoziert wird. Immerhin erwähnt er in einem Gedicht den israelischen Nukleartechniker Mordechai Vanunu und bezeichnet ihn als Helden. Mordechai Vanunu hatte im Jahre 1986 im Ausland über das geheime israelische Atomprogramm geplaudert und war deshalb zu einer Haftstrafe verurteilt worden, der noch weitere folgten, weil er immer wieder darüber sprach.

Es mag nun sein, dass einige Menschen in Israel das durchaus als Provokation auffassen, dass dieser Mann nun von Günter Grass als Held bezeichnet wird. Ich persönlich sehe das ein wenig anders. Günter Grass verwendet Vanunu in dem Gedicht als leuchtendes Beispiel für eine Handlungsweise, die er gerne öfter sehen würde. Er ruft in diesem Gedicht implizit dazu auf, diesem Vorbild zu folgen und militärischen Geheimnisverrat zu begehen – besonders da, wo man sieht, dass Massenvernichtungswaffen hergestellt werden.

Ich denke nicht, dass Günter Grass mit diesem Gedicht explizit Israel provozieren will. Ich denke, er hat Mordechai Vanunuausgewählt, weil er ein seltenes Beispiel für eine aus der Sicht des Dichters wünschenswerte Handlungsweise ist. Vermutlich ist er auch das prominenteste Beispiel. Weil Günter Grass in dem Gedicht auch neben anderen Orten, wo Kriegswaffen hergestellt werden, auch Kiel erwähnt, macht der Autor des Focus-Artikels darauf aufmerksam, dass in Kiel auch die U-Boote für Israel gebaut werden, von denen angenommen wird, dass sie auch mit Atom-Waffen bestückt werden können. So kann man natürlich auch eine Provokation an Israel konstruieren.

Ich halte es für falsch, aus diesem Gedicht gleich wieder eine Provokation an Israel herauslesen zu wollen. Natürlich kann man sich das so zurechtlegen, aber ich denke, dass es Günter Grass in dem Fall um viel mehr geht. Es geht darum, dass immer stärkere und immer gefährlichere Systeme zur Vernichtung von Menschenleben hergestellt werden und die Menschen dazu aufgefordert werden, da nicht schweigend zuzuschauen. Günter Grass fordert dazu auf, das publik zu machen und in das Bewusstsein der Menschen zu bringen. Das ist in meinen Augen ein wichtiges Anliegen, das alle Menschen unterstützen sollten.

Der Link zum Focus-Artikel:

http://www.focus.de/kultur/medien/eintagsfliegen-guenter-grass-provoziert-israel-in-neuem-gedichtband_aid_829397.html