Der politisch-philosphische Blog

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Fremdenfeindlichkeit bei PEGIDAFD

Seit langer Zeit verfolge ich nun die Aktivitäten von Pegida und AfD. Dabei ist mir – wie vielen anderen vermutlich auch – aufgefallen, wie sich beide Organisationen Stück für Stück ideologisch immer weiter einander angenähert haben.

Erinnern wir uns zunächst einmal an die Anfänge von Pegida. Auf einmal wurden Demonstrationen veranstaltet von einer Organisation mit dem Namen „Pegida“. Pegida ist eine Abkürzung und heißt nach Aussage der Organisatoren und Gründer „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Als ich den Namen das erste Mal hörte, dachte ich noch an einen schlechten Scherz. Abgesehen von der merkwürdigen Bezeichnung „Patriotische Europäer“ (was genau soll das sein?) irritierte mich, dass diese Leute offensichtlich gegen etwas demonstrieren, was aktuell gar nicht stattfand und bis jetzt auch immer noch nicht stattfindet. Doch sehr schnell fand ich heraus, dass dieser Name einfach nur Tarnung ist. Es geht diesen Leuten nicht um die nicht stattfindende Islamisierung, sondern um Fremdenfeindlichkeit. Die haben keine Angst vor dem Islam, sondern sie sind einfach gegen jegliche Form der Zuwanderung. Um wirklich ernsthafte Bedenken gegenüber dem Islam haben zu können, fehlt fast allen Pegidioten das nötige Wissen. Wie will man denn ernsthaft Bedenken über etwas äußern, von dem man überhaupt keine Ahnung hat? Wer soll das denn ernst nehmen? Insofern ist die angebliche Sorge vor der Islamisierung nichts weiter als ein erbärmlicher Versuch, den eigenen Rassismus und die Fremdenfeindlichkeit zu bemänteln. Diverse Äußerungen des bekanntesten Mitglieds Lutz Bachmann zeigen zudem sehr deutlich, woher der Wind weht. So bezeichnete er unter anderem auf Facebook Flüchtlinge als Viehzeug, Dreckspack und Gelumpe. Dafür wurde er inzwischen wegen Volksverhetzung verurteilt, wobei er mit einer viel zu milden Geldstrafe davonkam.

Kurz nach dem Erscheinen von Pegida trat eine neue Partei in den Blickpunkt der Öffentlichkeit, die AfD, was Alternative für Deutschland heißt. Zunächst handelte es sich bei der AfD um eine Partei, die gegen den Euro war und sich darüberhinaus einem tendenziell wirtschaftsliberalen Kurs widmete. Doch schon bald zeigte sich, dass sich mehr und mehr Menschen mit fremdenfeindlichem und rassistischem Gedankengut von der neuen Partei angezogen fühlten und sie letztendlich auch übernahmen. Seitdem hörte man von der Partei immer wieder Aussagen, die ganz deutlich zeigen, wes Geistes Kind die Mitglieder sind. So sagte die Bundessprecherin der Partei, Frauke Petry, dass man den Grenzübertritt von Flüchtlingen notfalls mit der Schusswaffe verhindern müsse.
Ein anderes prominentes Parteimitglied, Beatrix von Storch, sah sich genötigt, auch ihren Senf dazu zu geben und gab uns eine Vorstellung davon, was die Menschen von der AfD erwarten können. Auf die Frage, ob denn auch auf Frauen und Kinder geschossen werden soll, antwortete sie in Facebook mit „Ja“. Kurz darauf konkretisierte sie, dass es natürlich nicht legitim sei, auf Kinder zu schießen, aber Frauen wüssten, was sie tun. Alles klar soweit.

Inzwischen hat sich auch die AfD auf den Islam als Mäntelchen für ihre Fremdenfeindlichkeit verlegt und erklärt unter anderem in ihrem Parteiprogramm, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört. Außerdem spricht man sich gegen Moscheen mit Minaretten und den Muezzin aus. Diese angebliche Konzentration auf den Islam und die überwiegend unqualifizierte Kritik an selbigem verhindert jedoch nicht, dass immer wieder prominente Mitglieder der Partei rassistische Äußerungen von sich geben, die ganz und gar nichts mit dem Islam zu tun haben.

So faselte Björn Höcke öffentlich vom „lebensbejahenden afrikanischen Ausbreitungstyp“, gegen den wir Europäer uns abschotten müssten. Die erwähnten Afrikaner sind übrigens keineswegs allesamt Muslime, sondern zum großen Teil Christen.

Der AfD-Vize Alexander Gauland hingegen sagt, dass Jerome Boateng zwar ein guter Fußballer sei, aber niemand wolle jemand wie ihn (Boateng ist dunkelhäutig) als Nachbarn haben. Wenn man weiß, das Boateng zwar eine dunkle Hautfarbe hat, aber ein Deutscher ist und dazu auch Christ, sieht man, dass es nicht um den Islam geht, sondern um dumpfen Rassismus.

Somit ist klar erkennbar, dass es der AfD wie auch der Pegida nicht nur um den Islam geht, auch wenn die AfD im Parteiprogramm ausdrücklich geschrieben hat, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Es geht beiden Organisationen bei genauerer Betrachtung ganz klar um Fremdenfeindlichkeit. Die Islamkritik dient nur zur Bemäntelung.

Es wird bestimmt auch nicht mehr lange dauern, bis AfD und Pegida eine ganz offizielle Zusammenarbeit beschließen.

Fazit:

Wem Menschlichkeit und christliche Nächstenliebe etwas wert sind und wer ein Herz für seine Mitmenschen hat, der sollte keinesfalls auf die menschenverachtenden Parolen dieser beiden Organisationen hereinfallen, sondern ihnen mutig entgegentreten, damit Deutschland auch weiterhin ein liebenswertes, weltoffenes Land bleibt, in dem Menschen in Not auch Hilfe und Unterstützung finden.

Eine Mahnung gegen Rassismus

Heute habe ich eine Nachricht gelesen, die mich doch sehr beunruhigt hat. Da sind in Ungarn Rechtsextremisten auf die Straße gegangen, um gegen die Minderheit der Roma zu demonstrieren. Neben anderen unfreundlichen Worten fiel da der Satz „Wer nicht arbeitet, soll nicht Kinder in die Welt setzen.“

Eine Frage, die sich aufdrängt, ist natürlich „Was denken sich diese Rassisten dabei, anderen verbieten zu wollen, Kinder zu bekommen? In Europa gilt Freiheit für alle Bevölkerungsgruppen; das schließt auch Minderheiten ein. Natürlich haben auch die Rassisten ihre Freiheit und speziell die Meinungs- und Redefreiheit erlaubt ihnen, auch solche kruden Aussagen zu machen. Doch vielleicht wird es Zeit, dass sie die wirkliche Freiheit finden.

Rassisten haben natürlich laut Gesetz die gleiche Freiheit, wie alle anderen Menschen auch. Dennoch sind sie nicht wirklich frei, da sie von Unwissenheit und Hass versklavt werden. Was denen fehlt, ist Bildung, Wissen und Weisheit, um ihre Fehler zu erkennen und wahre Freiheit zu finden.

Rassismus und Hass hat meist etwas mit mangelnder Bildung und mangelndem Wissen zu tun. Wenn man Rassisten und andere Extremisten befragt, stellt man schnell fest, dass sie wenig bis gar nichts über die Menschen wissen, die sie bekämpfen. Da hört man dumpfe Vorurteile über Minderheiten, die keiner genauen Überprüfung standhalten. Genau das ist aber der Grund für Rassismus und Ablehnung. Wenn man etwas nicht kennt, hat man zunächst einmal Misstrauen und Angst. Daraus entsteht natürlich keine Zuneigung und wenn man dieses nicht durch Wissen und Bildung kuriert, entsteht dadurch Abneigung und Hass.

Ein Beispiel, das nichts mit Menschen zu tun hat, ist die erste deutsche Eisenbahn. Als die Menschen in Deutschland das erste Mal eine Eisenbahn gesehen haben, dachten sie, das sei der Teufel und haben die Lokomotive mit Steinen beworfen. Bei Menschen funktionierte das auch genauso. Da die meisten Menschen nichts oder nur wenig über „Die Juden“ und ihren Glauben wussten, waren sie misstrauisch und erfanden irgendwelche Geschichten, die u. a. darin gipfelten, dass man erzählte, die Juden würden kleine Kinder essen, was natürlich absoluter Unsinn war. Was daraus dann später wurde, kann man heute in Geschichtsbüchern lesen.

Deshalb ist Bildung wichtig, um den Menschen zur gesetzlichen Freiheit auch die geistige Freiheit zu geben. Dazu gehört auch, dass man auf die anderen Menschen zugeht und sie kennenlernt. Meist stellt man dabei fest, dass es sich um Menschen handelt, die genauso wie wir ihre Stärken und Schwächen haben und eigentlich sehr nett sind. Probieren Sie es noch heute aus und geben Sie ihrem Geist etwas mehr Freiheit. Das Internet gibt Ihnen übrigens die perfekte Möglichkeit, sich weiter zu bilden. Nutzen Sie die Freiheit des Internets um Ihrem Geist Freiheit zu geben. Sammeln Sie Wissen und Bildung und erlangen Sie Weisheit.

Papst Benedikt XVI. schickt Delegation nach Syrien um Konflikt zu beenden

Papst Benedikt XVI. versucht angesichts der unzähligen Opfer des Syrien-Konfliktes eine Mission schickt eine Delegation nach Syrien um das Töten dort zu beenden. Das zeugt von Selbstbewusstsein und Engagement, denke ich mir mal.

Generell bin ich ja auf jeden Fall für Frieden und hoffe, dass Assad bald verschwindet und damit Platz macht für Frieden und Demokratie in diesem geschundenen Land. Ich bin auch dafür, jede realistische Chance für Frieden zu ergreifen, um der Bevölkerung endlich ein Leben in Frieden und Freiheit zu ermöglichen. Ich habe allerdings meine Zweifel, ob eine Delegation aus dem Vatikan in einem islamischen Land wirklich so erfolgversprechend ist. Normalerweise nimmt man für solche Missionen Leute, die gegenüber den Konfliktparteien über eine gewisse Autorität verfügen. Über wieviel Autorität verfügt der Papst gegenüber Regierung und Rebellen in Syrien, ganz zu schweigen von seinem Gesandten? Könnte das nicht sogar von gewisssen radikal islamistischen Gruppen als Provokation aufgefasst werden?

So sehr ich den Menschen dort Frieden wünsche, habe ich doch meine Zweifel, ob das nicht eine Mission ist, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. Wie steht es eigentlich mit den Glaubensbrüdern der Syrer? Gibt es nicht einen sunnitischen Imam oder sonst eine Autorität, die beiden Seiten ins Gewissen reden und Verhandlungen anstoßen könnte? Gibt es vielleicht irgendjemanden, der einigen Einfluss auf Assad hat und diesen zum Rücktritt bewegen kann?

Eine Mission des Papstes halte ich auch deshalb für riskant, weil es in Syrien auch eine christliche Minderheit gibt. Niemand ist gegen Fehler gefeit und wenn der Papst bzw sein Gesandter etwas sagt, was die Muslime provoziert, wären diese Christen massiv gefährdet. Wir alle haben noch die Ausschreitungen nach dem Mohammed-Video in Erinnerung. Vielleicht haben auch einige noch die empörten Reaktionen in Erinnerung, als der Papst vor einigen Jahren eine Vorlesung in Regensburg hielt und dabei über Gewalt im Islam sprach. Er zitierte damals den byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaiologos, der sich recht unfreundlich über Mohammed und den Islam geäußert hatte. Eine solch ungeschickte Bemerkung könnte bei der derzeitigen gewalttätigen Atmosphäre eine zusätzliche Bedrohung für die christliche Minderheit in Syrien auslösen.

Kubas Bürger bekommen nach 50 Jahren die Reisefreiheit, die Ihnen zusteht

Nach 50 Jahren bekommen die Kubaner endlich die Reisefreiheit, die Ihnen zusteht und bisher auf verbrecherische Weise vorenthalten wurde. Das gilt zumindest für die meisten. Es gibt bestimmte Gruppen, die dürfen nicht ausreisen, weil man in Kuba Angst hat, sie dann nicht mehr so einfach ausbeuten zu können. Dabei handelt es sich überwiegend um Ärzte und andere hochqualifizierte Berufsgruppen.

Anscheinend fängt die derzeitige kubanische Führung unter Raúl Castro langsam an über die Verbrechen nachzudenken, die sie der Bevölkerung antut. Nachdem man 50 Jahre die Menschen eingesperrt hat, ist man nun dazu übergegangen, die Ausreise-Visa abzuschaffen. Nun benötigen die Bürger nur noch einen Reisepass, um aus dem Land auszureisen. Die maximale Verweildauer im Ausland wird von 11 Monate auf 24 Monate erhöht. Die Regelung soll am 13. Januar in Kraft treten.

Es ist erstaunlich zu sehen, dass offensichtlich gerade sozialistische Diktaturen das Problem haben, dass ihnen die Menschen davonlaufen. Andere Diktaturen scheinen dieses Problem in geringerem Maße zu haben. Genau wie die ehemalige DDR versuchte auch Kuba bisher, die Menschen mit Gewalt im Land zu halten. Viele haben sich dennoch ihr Recht gewährt, das Land zu verlassen und haben völlig zu Recht die Verbote ignoriert. Gerade weil man dieses Verbrechen, die Menschen zum Bleiben zu zwingen, bei den hochqualifizierten Berufsgruppen weiterführen will, hoffe ich, dass gerade von diesen recht viele diese Restriktionen missachten.

Wenn man die Menschen daran hindern will, ein Land zu verlassen, dann muss man ihnen eine vernünftige Zukunft und faire Bedingungen bieten. Wer die Menschen versucht, einzusperren, wie es in der ehemaligen DDR geschah und zur Zeit noch in Kuba geschieht, begeht ein schändliches Verbrechen an diesen Menschen. Solche Verbrecher haben kein Recht, irgendein Volk zu regieren und verdienen, so schnell wie es nur machbar ist aus dem Land gejagt zu werden. Die Kubaner haben allerdings vielleicht sogar Glück. Wenn man sich das Alter der Castros anschaut, besteht durchaus Hoffnung, dass sich das Problem dieser Diktatur bald auf natürliche Weise von selbst erledigen wird.

Danach müssen die Kubaner dann nur noch auf demokratische Weise einen neuen Präsidenten und ein Parlament zu wählen. Etwas besseres als die Castros finden sie allemal, da nichts schlechter ist als ein Diktator.

Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an die EU

Das Nobelpreiskomitee in Oslo hat ein politisches Zeichen gesetzt und der EU den Friedensnobelpreis verliehen. Irgendwie passt das ja ganz gut, da der Friedensnobelpreis auch mit Geld verbunden ist und die EU gerade jeden Cent gebrauchen kann. Allerdings ist es auch nicht so viel, dass man damit große Sprünge machen könnte.

Doch wir wollen mal etwas seriös bleiben. Die EU hat in der Tat in den vergangenen Jahrzehnten sehr viel zum Frieden auf dem Kontinent beigetragen. Die Mitgliedsländer der EU mussten miteinander arbeiten und haben damit die Basis für ein friedliches und konstruktives Miteinander geschaffen. Es hat in der Geschichte Europas noch selten so viel Einigkeit gegeben. Ich vermute, das hatte nicht nur damit zu tun dass man beim Ausarbeiten all der Vorschriften über Gurkengrößen und Bananenkrümmungen keine Zeit gefunden hätte, Krieg zu spielen. Immerhin war auch der Falkland-Krieg außerhalb Europas und der Kosovo-Einsatz in Europa  möglich.

Tatsache ist aber, dass man innerhalb der EU durch die Integrationsarbeit, die da geleistet wurde, sehr viel zum Frieden beigetragen hat. Das hat auch etwas zu tun mit dem europäischen Binnenmarkt und dem System, dass die wirtschaftlich Stärkeren hier den wirtschaftlich Schwächeren helfen. Dadurch wurde extreme Armut und Hunger in der EU vermieden. Bisweilen profitierten davon auch Staaten außerhalb der EU, indem sie mit der EU zusammenarbeiteten.

Bei all diesen positiven Effekten konnten auch gelegentliche Unstimmigkeiten das gute Bild nicht trüben. Es wurde teilweise in der EU mit harten Bandagen gekämpft, aber das nur im übertragenen Sinne am Verhandlungstisch. Blut floss höchstens, wenn sich irgendein Beamter aus Verzweiflung die Stirn auf der Tischplatte aufgeschlagen hat. Mancher könnte aber auch vermuten, dass der Kopf beim Büroschlaf auf die Tischplatte fiel.

Doch trotz aller Kritik, die man sicher an der EU üben kann, denke ich, dass das Nobelpreiskomitee eine gute Entscheidung getroffen hat. Wenn die derzeitige Krise gemeinschaftlich überwunden wird, denke ich, die EU wird sogar noch stärker zusammenwachsen und noch mehr Beiträge für den Frieden nicht nur in Europa leisten.

Bundeskabinett hat Gestzentwurf zur Beschneidung genehmigt

Das Bundeskabinett hat sich dem Druck der Juden und Muslime gebeugt und den Gesetzentwurf zur straflosen Beschneidung von Kindern und Säuglingen genehmigt.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass bei der Beschneidung die Regeln der ärztlichen Kunst eingehalten werden müssen und für eine ausreichende Schmerzlinderung bzw. Schmerzbehandlung gesorgt werden muss. In den ersten 6 Monaten sollen das auch speziell ausgebildete Beschneider machen dürfen, die keine Ärzte sind.

spätestens der letzte Satz erzeugt bei mir gewaltige Bauchschmerzen. Meiner Ansicht nach sollte man sowieso mit diesem Eingriff warten, bis die Jungs alt genug sind, selber darüber zu entscheiden. Das sollte in etwa mit dem Alter der Religionsmündigkeit, also mit 14 Jahren der Fall sein. Wenn man sich aber entscheidet, eine Beschneidung vornehmen zu lassen, dann gehört dieser Eingriff meiner Meinung nach zwingend in die Hand eines richtigen Arztes und sollte ausnahmslos in einem sterilen Umfeld vorgenommen werden.

Ich denke, dass die Politiker da etwas produziert haben, das entweder auf mangelnder Intelligenz oder auf mangelndem Rückgrat basiert. Es handelt sich bei der Säuglingsbeschneidung um eine Körperverletzung an wehrlosen Säuglingen. Es ging bei der Frage der Legalität der Beschneidung darum, einen Kompromiss zu finden zwischen dem Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit und dem Recht der Eltern auf ungehinderte Religionsausübung. Mit anderen Worten es ging um den Gegensatz von Kindeswohl und Religionsfreiheit.

Offensichtlich hat sich das Kabinett dabei nicht wirklich um einen Kompromiss bemüht, sondern das Kindeswohl gegenüber der Religionsfreiheit komplett vernachlässigt. Ein wirklicher Kompromiss hätte mindestens vorgesehen, dass die Beschneidung ausnahmslos von Ärzten in einem sterilen Umfeld, also Operationssaal oder Arztpraxis, durchgeführt werden darf. Soviel sollte man in einem zivilisierten und fortschrittlichen Land schon erwarten dürfen.

Offensichtlich hat bei diesem Gesetzentwurf den Verantwortlichen die Angst im Nacken gesessen, dass wieder jemand sich erblödet – wie bereits vorher geschehen – die Nazikeule auszupacken und irgendwelche Hlocaust-Vergleiche anzustellen. Auch wenn man das Ganze zwingend in die Hand eines Arztes legt, ist immer noch die ungehinderte Religionsausübung ermöglicht. Man hätte damit aber wenigstens zum kleinen Teil auch das Kindeswohl berücksichtigt.

Das merkwürdige Verhalten deutscher Behörden

Dass in Deutschland die Behörden und sogenannte „Körperschaften des öffentlichen Rechts“ oftmals ein seltsames Rechtsverständnis haben, ist sicher vielen Menschen schon aufgefallen. Dieses beschränkt sich nicht nur auf die GEZ und die Käufer illegal beschaffter Daten. Wenn man genau hinschaut, stellt man fest, dass rechtlich fragwürdiges Verhalten bei vielen Behörden Teil des täglichen Betriebsablaufes ist. Bei manchen Behörden kann es sogar passieren, dass man zu hören bekommt: „Ehrlichkeit ist hier nicht gefragt.“

Seit einiger Zeit wissen wir ja, dass einige Finanzbehörden in Deutschland CDs mit Daten kaufen, die der Verkäufer illegal erlangt hat. Dass die Straftat, mit der die Daten beschafft wurden, nicht in Deutschland stattfand, macht die Geschichte nicht weniger anrüchig. Fakt ist, dass die Finanzbehörden gewissermaßen gemeinsame Sache mit Straftätern machen und diese durch die Zahlung hoher Summen zu weiteren Straftaten ermutigen.

Vor einigen Tagen gab es dann die Meldung, dass der Straftäter das Geld, das er durch seine Straftat erhalten hatte, auf Konten in Österreich, Tschechien und Deutschland transferiert hat, um es zu verschleiern. So etwas nennt man allgemein Geldwäsche. Während Österreich und Tschechien auf Antrag der Schweiz die Konten eingefroren haben, hat Deutschland bisher auf den entsprechenden Antrag der Schweiz nicht reagiert. Auch diesmal zieht man es vor, dem Straftäter zu helfen und seine Geldwäsche zu unterstützen.

Doch neben diesen Fällen gibt es noch andere Fälle von anderen Behörden. Nicht alle diese Fälle werden der Öffentlichkeit so bekannt. Nicht jeder Fall ist auch so spektakulär, aber alle zeigen Verhaltensweisen von Behörden, die rechtlich und/oder ethisch betrachtet äußerst fragwürdig sind.

Da gibt es z. B. den Fall eines jungen Mannes, dessen Eltern vermutlich tot sind, und der im Alter von 14 Jahren aus Sierra Leone nach Deutschland kam. Er ist inzwischen bestens integriert, hat Bestnoten in der Schule und macht gerade eine Ausbildung. Nun soll er in seine Heimat abgeschoben werden, wo ihm vermutlich nicht nur Armut und Obdachlosigkeit drohen, sondern eventuell auch der Tod. Auf der anderen Seite will Deutschland aber mit teuren Werbekampagnen Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland holen. Seine Geschichte kann man hier lesen.

Auch von der GEZ hört man immer wieder Geschichten über Hausfriedensbruch von deren Gebühreneintreibern oder auch Geschichten wie diese, wo die GEZ sogar Gebühren von einer Stoffpuppe eintreiben will.

Interessant wird es auch, wenn man sich mit den Jugendämtern beschäftigt, die ja angeblich über das Wohl der Kinder und Jugendlichen wachen sollen. Es ist nur schade, dass das so selten geschieht, wie man ja immer wieder feststellt, wenn man wieder Meldungen über misshandelte oder gar getötete Kinder liest.

Dass die Jugendämter dafür keine Zeit finden, liegt wohl unter anderem daran, dass sie oftmals mit anderen – weniger ehrenvollen – Tätigkeiten beschäftigt sind. Es gab z. B. einen Fall in den 80ern und 90ern, wo das Jugendamt Frankfurt/M alles andere im Sinn hatte, aber nicht das Wohl eines Schülers. Das Jugendamt versuchte mit ganz billigen und üblen Tricks den Jungen zu betrügen, aber der durchschaute das Ganze. Als friedfertiger Mensch versuchte er zunächst, das Ganze im persönlichen Gespräch zu klären und appellierte an die – leider nicht vorhandene – Ehrlichkeit der Leute. Die Antwort der Sachbearbeiterin: „Ehrlichkeit ist hier nicht gefragt.“ Diese Geschichte und noch einige andere Können Sie hier lesen.

Dann gibt es auch noch die Geschichte der Krankenversicherung, die einem Luftsicherheitsassistenten eine Vollstreckungsankündigung wegen angeblich rückständiger Beiträge schickte, nachdem dieser eine Afrikanerin geheiratet hatte. Auf seinen energischen Einspruch reagierte die Krankenversicherung mit der sofortigen Kontopfändung. Dazu zur Erinnerung: In Deutschland ist der Arbeitgeber für die Abführung der Sozialversicherungsbeiträge zuständig. Insofern konnte der gute Mann gar keine Beitragsrückstände haben.

Solche Geschichten, die in Deutschland fast täglich geschehen, sollten uns daran erinnern, dass weder Behörden noch die sogenannten „Körperschaften des öffentlichen Rechts“ (So nennt man u. a. die GEZ und die gesetzlichen Krankenkassen) in irgendeiner Weise vertrauenswürdiger sind als andere Menschen oder Organisationen. Wer nicht betrogen werden will, sonnte auf keinen Fall darauf vertrauen, dass die schon alles richtig machen. Man sollte es sich zur guten und sicheren Angewohnheit machen, jeden Brief und jeden Bescheid von denen ganz genau zu prüfen. Nur so kommt man deren Betrügereien rechtzeitig auf die Schliche und kann wirksam dagegen vorgehen.