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Weiter Unruhe an Türkisch-Syrischer Grenze

Auch am heutigen Samstag schlugen wieder Granaten aus Syrien auf türkischem Gebiet ein. Dieses Mal gab es keine Verletzten, was die türkischen Militärs aber nicht davon abhielt, zurück zu schießen. Man kann sich inzwischen die Frage erlauben, wie lange es noch dauert, bis ein offener Krieg zwischen den Nachbarländern ausbricht.

Man fragt sich natürlich als intelligenter Mensch, was die syrischen Streitkräfte dazu bewegt, wiederholt Granaten auf türkisches Gebiet zu schießen. Man sollte eigentlich meinen, die hätten genug mit ihren eigenen innerstaatlichen Problemen zu tun. Für mich gibt es dafür mehrere mögliche Erklärungen. Eine davon ist, dass man im Falle eines Krieges mit der Türkei auf Hilfe aus anderen islamischen Ländern hofft, speziell aus dem befreundeten Iran, der ja auch jetzt schon mit Waffen und Kämpfern gerne aushilft. Dabei werden dann die Rebellen auch gleich mit bekämpft. Diese Erklärung setzt aber voraus, dass Assad nicht weiß, dass die Türkei ein Nato-Mitglied ist. Auch wenn Assad nicht der intelligenteste ist, gehe ich noch davon aus, dass er SO dumm ist.

Eine andere Erklärung ist, dass das Ganze geschickt von den Rebellen eingefädelt wurde, um von der Türkei auf diese Weise Hilfe gegen Assads Schergen zu bekommen. Das könnte plausibel sein, zumal man aufgrund diverser Waffenlieferungen die Türkei auf der richtigen Seite weiß. Diese Erklärung klingt nicht so ganz unwahrscheinlich.

Was auch immer die Gründe für diese Granaten-Einschläge sein mögen, sie sind nicht dazu geeignet, die Lage zu entspannen. Wer auch immer diesen Krieg möchte, gibt sich wirklich viel Mühe, dieses Ziel zu erreichen. Ich habe dabei die Befürchtung, dass sich ein Krieg, wenn er in dieser Region stattfindet, schnell ausweiten wird, da die Türkei – wie schon oben erwähnt – Nato-Mitglied ist und von der Seite mit Unterstützung rechnen kann. Dann gibt es da auch noch Russland und China, die bisher relativ offen Assad mit Waffen versorgt haben und auch im UN-Sicherheitsrat auf seiner Seite stehen. Ob die im Fall eines Krieges nur tatenlos zusehen werden ist nicht sicher. Auch diverse Staaten in der Region könnten sich dazu entschließen, in dem Konflikt mitzumischen. Was sich da gerade zusammenbraut ist eine ganz gefährliche Mischung. Wir können nur hoffen, dass sich doch noch die Vernunft durchsetzt. Keiner von uns hat wohl Lust, so etwas wie einen dritten Weltkrieg zu erleben, der am Ende keine Sieger sondern nur Verlierer kennt.

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